21 Milliarden US-Dollar
Im Jahr 2021 wird der 3D-Druck-Markt weltweit voraussichtlich 21 Milliarden US-Dollar1 umsetzen. Verschiedene Branchen nutzen die zahlreichen Möglichkeiten und Innovationen: u.a. die industrielle Fertigung, die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, das Gesundheitswesen, die Robotik oder das Bildungswesen.
Dieser Leitfaden beschäftigt sich mit den Grundlagen dieser Technologie und untersucht, was sie verspricht und was sie hält.
Was der 3D-Druck verspricht
Die Begeisterung, die der 3D-Druck ausgelöst hat, spiegelt das enorme Potenzial wider, um industrielle Prozesse zu verändern. Basis dafür sind entscheidende, handfeste Vorteile dieser Technologie gegenüber der konventionellen Fertigung.
„Digital Native Fabrication" – Der 3D-Druck war von Beginn an eine der ersten Fertigungsmethoden, die den „Digital Native"-Ansatz verfolgt haben. Modernes CNC-Fräsen erfolgt heute zwar vollständig digital, war ursprünglich aber analog. In der Praxis sorgen „Digital Native"-Technologien für einen reibungsloseren Workflow bei der Teilefertigung. Dank ihrer digitalen Grundlagen lässt sich die 3D-Drucktechnologie außerdem gut in cloudbasierte Infrastrukturen, KI-Lösungen (Künstliche Intelligenz) und andere zukunftsweisende Technologien/ Plattformen einbinden.
„Democratized Fabrication" - Der 3D-Druck verspricht Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit. Im Handel erhältliche 3D-Drucker könnten Heimwerker in die Lage versetzen, in der eigenen Werkstatt endformnahe Teile herzustellen.
Komplexität und Anpassung zu geringeren Kosten – In der Zerspanung führt die Komplexität eines Teils (z. B. Krümmungen oder ungewöhnliche Geometrien) zu Mehrkosten in Form von längeren Maschinenlaufzeiten und höherem Arbeitsaufwand. Bei der Arbeitsvorbereitung und Fertigung bietet die additive Fertigung einen automatisierten Workflow und damit Komplexität zum Nulltarif.
3D-Drucken im Schmelzschichtverfahren in der Praxis
Der 3D-Druck hat enormes Potenzial. Doch die Technologien, die bisher die Branche dominierten, stehen seit ihrer Erfindung immer wieder vor Herausforderungen. Erstens ist die Herstellung robuster Teile schwierig, da der 3D-Druck auf Thermoplasten basiert. Diese sind nicht robust genug, um den üblichen Belastungen von Funktionsteilen standzuhalten. Zweitens sind 3D-Drucker seit jeher weniger zuverlässig als herkömmliche, subtraktive Technologien. Im Laufe der letzten zehn Jahre wurden in Bezug auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit jedoch erhebliche Verbesserungen erzielt und neue Verfahren zur Herstellung von Funktionsteilen entwickelt. Insgesamt sind die Aussichten sehr positiv.