RFP (Roughing-Finishing-Process)

Der Roughing-Finishing-Prozess bezeichnet eine zweistufige Bearbeitungsstrategie in der Fertigung:

  1. Roughing (Schruppen): Grobe Materialabtragung, um das Werkstück schnell in die Nähe der Endform zu bringen. Hier steht die Produktivität im Vordergrund, nicht die Oberflächengüte.
  2. Finishing (Schlichten): Feinbearbeitung der Oberfläche, um präzise Abmessungen und hohe Oberflächenqualität zu erreichen.

Je nach Werkzeugtyp und Schneidengeometrie kann der Roughing-Finishing-Prozess auch mit einem einzigen URMA-Spindelwerkzeug umgesetzt werden.

Voreinstellung der beiden Schneiden bei RFP.

Durch den Einsatz von radial und achsial versetzten Schneiden kann die Bearbeitungszeit drastisch reduziert werden. Vorund Fertigbearbeitung werden in einem einzigen Arbeitsgang erledigt.

Das Verfahren kann sowohl auf dem IntraMax als auch auf MegaMax/Super- MegaMax angewendet werden und deckt einen Durchmesserbereich von 49 bis 2'400 mm ab. Empfohlene Spantiefe für den Schruppkopf ist ap 2,5 mm für Stahl.

Weitere Vorteile:
• geringere Werkzeugkosten
• kürzere Bearbeitungszeit
• hohe Oberflächenqualität
• IT7 in einem Arbeitsgang