Werkstoffe dieser Polymerfamilie sind chemische Verbindungen mit Ether- und Ketongruppen. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen haben sie sehr hohe Glasübergangs- und Schmelztemperaturen, weshalb sie bei Hochtemperaturanwendungen zum Einsatz kommen.
PAEK-Materialien sind teilkristalline aromatische Polyetherketone mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen. Die Dauergebrauchstemperaturen liegen bei bis zu 260°C auf. Sie sind flammhemmend und weisen eine hohe chemische Beständigkeit, Hydrolysebeständigkeit, hohe Steifigkeit und Festigkeit, sowie sehr gute tribologische Eigenschaften auf.
Anwendungsfelder:
Aufgrund ihrer hohen Standzeit werden Bauteile aus PAEK-Polymeren im industriellen Umfeld beispielsweise für Hochleistungsformteile wie Lagerkäfige, Zahnräder oder Impeller in Pumpen und Hochdruckanlagen besonders bei aggressiven Medien eingesetzt. Die Medizin fertigt aus dem biokompatiblen Werkstoff sterilisierbare medizinische Geräte oder patientenspezifische Implantate. Diese sind zum einen wirtschaftlicher, zum anderen werden Nebeneffekte wie Wetterfühligkeit, die Metallimplantate mit sich bringen können, umgangen. Auch die Luft-und Raumfahrtbranche verwendet den inhärent flammgeschützten Werkstoff als Metallersatz für Interieur oder Bestandteile der Klimaanlage.